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Inverter oder Synchrongenerator – was ist der Unterschied?

Zwei Bauarten, ein Stecker. Die eine liefert Strom wie aus der Steckdose, die andere so, wie der Motor gerade dreht. Was das praktisch bedeutet – und was die 17 Geräte in unserem Vergleich dazu hergeben.

Von den 17 Geräten im Vergleich sind 13 Inverter und 4 Synchrongeneratoren. Der Unterschied steckt nicht im Motor, sondern in dem, was danach passiert.

Der Unterschied in zwei Sätzen

Ein Synchrongenerator koppelt Strom direkt an die Motordrehzahl. Der Motor läuft konstant bei rund 3.000 Umdrehungen, weil daraus die 50 Hertz entstehen. Schwankt die Last, schwankt die Spannung mit.

Ein Inverter schaltet zwei Schritte dazwischen: Der erzeugte Strom wird erst gleichgerichtet und dann elektronisch neu aufgebaut – als saubere Sinuswelle mit fester Frequenz. Der Motor darf dadurch langsamer laufen, wenn wenig abgenommen wird.

Die praktische Folge: Beim Inverter hängt die Stromqualität nicht mehr davon ab, was der Motor gerade tut. Genau deshalb steht er bei empfindlicher Elektronik außer Frage – und deshalb ist er im Leerlauf leiser und sparsamer.

Was die Daten dieses Vergleichs zeigen

Wir haben für jedes Gerät Dauerleistung, Gewicht und Preis erhoben. Rechnet man daraus Gewicht je Kilowatt und Preis je Watt, trennen sich die beiden Bauarten deutlich:

 InverterSynchrongenerator
Geräte im Vergleich134
Gewicht je Kilowatt (Median) 10,0 kg 21,1 kg
Preis je Watt (Median) 0,209 € 0,157 €
Gewichtsspanne 9,9–41,4 kg 15,8–44,7 kg
Dauerleistung 700–3.200 W 650–2.600 W

In einem Satz: Ein Synchrongenerator kostet je Watt rund 25 Prozent weniger – und wiegt dafür je Kilowatt etwa das 2,1-Fache. Wer tragen muss, zahlt drauf. Wer schiebt oder stehen lässt, spart.

Wann welcher passt

Inverter, wenn Elektronik dranhängt: Laptop, Fernseher, Router, moderne Kühlgeräte mit Steuerplatine, Heizungspumpen mit Elektronik. Ebenso beim Camping, wo Gewicht und Lautstärke zählen.

Synchrongenerator, wenn robuste Verbraucher dranhängen und der Preis zählt: Bohrmaschine, Säge, Bauheizung, Baustrahler, Pumpen ohne Elektronik. Das Gerät steht ohnehin an einem Platz, und der Aufpreis für saubere Spannung brächte dort nichts.

Nicht übertreiben: Ein Handy-Ladegerät nimmt auch einem Synchrongenerator nichts übel. Kritisch wird es bei Geräten, die dauerhaft laufen und eine Steuerelektronik haben – dort summieren sich Spannungsschwankungen zu echtem Verschleiß.

Die 4 Synchrongeneratoren im Vergleich

GerätDauerleistungGewichtje kW
Einhell TC-PG 31002.600 W40,8 kg15,7 kg/kW
Scheppach SG3200x2.500 W44,7 kg17,9 kg/kW
Einhell TC-PG 10/E5680 W16,5 kg24,3 kg/kW
Güde GSE 951650 W15,8 kg24,4 kg/kW

Alle vier tragen den Hinweis „kein Inverter“ als Nachteil in der Produktkarte – nicht als Abwertung des Geräts, sondern als Einordnung, wofür es gedacht ist.

Was wir bewusst nicht behaupten

Man liest oft Klirrfaktoren: „unter 3 Prozent beim Inverter“. Wir nennen für diese Geräte keine, weil wir keine gemessen haben und die Hersteller sie nicht belegbar angeben. Was sich belegen lässt, ist die Bauart – und die steht bei jedem Gerät in der Tabelle.

Dasselbe gilt für die Lautstärke: Die Hersteller messen nach unterschiedlichen Verfahren, weshalb sie bei uns angezeigt, aber nicht verrechnet wird. Warum, steht in Wie wir bewerten.

Zum Vergleich aller 17 Geräte → · Warum die Wattzahl im Namen täuscht → · Zur Kaufberatung →