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Wie wir bewerten

Volle Offenlegung: woraus sich unsere Punktzahl zusammensetzt, welche Angaben wir bewusst nicht verrechnen – und was uns bei der Datenerhebung begegnet ist.

Eine Rangliste ist nur so viel wert wie die Regeln dahinter. Deshalb steht hier vollständig, wie jede Zahl auf dieser Seite zustande kommt – einschließlich der Stellen, an denen die Datenlage schlecht war, und derer, an denen wir eine naheliegende Kennzahl bewusst weglassen.

Stand dieser Seite: Die Datenerhebung ist abgeschlossen (26. August 2026). Die konkreten Gewichte der Wertungsformel werden für Stromerzeuger gerade festgelegt; sobald sie stehen, ergänzen wir sie hier vollständig mit Zahlen. Bis dahin beschreibt diese Seite den Aufbau und die Regeln, nach denen wir arbeiten – keine Zahl, die noch nicht feststeht.

Die Wertung besteht aus drei Teilen

Basis

Reputation

Das Sternniveau des Geräts, Bayes-geglättet gegen den Kategoriedurchschnitt. Der größte Hebel.

Bonus

Bewährtheit

Wie viele Menschen das Gerät bereits bewertet haben. Ein Gerät mit tausenden Stimmen ist belastbarer.

Aufschlag

Gerätedaten

Belegte, messbare Werte aus dem Datenblatt. Sorgt für sichtbare Unterschiede statt „alle gleich gut“.

Diese drei Teile werden addiert und auf einen festen Punktebereich begrenzt. Der Preis fließt bewusst nicht in die Gesamtwertung ein: Ein teures Gerät ist nicht automatisch schlechter und ein günstiges nicht automatisch besser. Der Preis steckt ausschließlich in der separaten Preis-Leistungs-Betrachtung.

Reputation: Sterne, aber geglättet

Ein rohes Sternmittel ist irreführend. 4,6 Sterne aus 42 Bewertungen sagen deutlich weniger aus als 4,5 Sterne aus 1.534 Bewertungen – trotzdem stehen sie auf dem Papier höher. Wir glätten deshalb nach Bayes: Jedes Gerät startet gedanklich beim Kategoriedurchschnitt, und erst echte Bewertungen ziehen es davon weg. Je mehr Bewertungen, desto stärker zählt der eigene Schnitt.

geglättete Sterne = ( K × Kategoriedurchschnitt + Bewertungen × Sterne ) ÷ ( K + Bewertungen )

K ist das Konfidenzgewicht. Es bestimmt, wie stark ein Gerät an den Kategoriedurchschnitt gebunden bleibt: Es wirkt so, als hätte jedes Gerät bereits K zusätzliche Bewertungen mit genau dem Durchschnittswert im Gepäck. Ein Gerät mit 8 Bewertungen wird davon fast vollständig zur Mitte zurückgezogen, eines mit 1.534 Bewertungen kaum noch. Welchen Wert K für Stromerzeuger bekommt, legen wir gerade fest und schreiben ihn anschließend hier hin – zusammen mit der Begründung.

Bewährtheit: wie viele Menschen das Gerät schon gekauft haben

Zusätzlich zur geglätteten Reputation vergeben wir einen kleinen Bonus dafür, wie breit die Bewertungsbasis ist. Er wächst logarithmisch: Der Sprung von 20 auf 200 Bewertungen zählt deutlich mehr als der von 1.000 auf 1.500.

Wichtig, weil es oft falsch gemacht wird: Eine schmale Bewertungsbasis führt bei uns nie zu einem Nachteil in der Produktkritik. Sie ist kein Contra-Punkt am Gerät, sondern eine Aussage über unsere Datenlage. Sie wirkt ausschließlich hier, in der Wertung. Ein Gerät im Vergleich – der Einhell TC-PG 3100 – hatte am Erhebungstag noch gar keine Bewertung; wir zeigen dort keinen Sternebalken, statt einen leeren anzuzeigen, der wie null von fünf aussieht.

Gerätedaten: belegte Werte – und einer, der bewusst fehlt

Der dritte Teil baut ausschließlich auf Werten auf, die wir am Produkt selbst belegen konnten: Dauerleistung (S1), Spitzenleistung (S2) und die daraus folgende Leistungsreserve, Tankvolumen und die daraus belegbare Laufzeit, Gewicht, Bauart (Inverter oder Synchrongenerator), Kraftstoff und die Anzahl der 230-V-Steckdosen. Welche dieser Größen mit welchem Gewicht einfließen, legen wir gerade fest.

Eine Regel steht dabei schon fest: Maßgeblich ist die Dauerleistung, nicht die beworbene Spitzenleistung. Auch unsere Klasseneinteilung folgt ihr – bis 1.000 W, bis 2.500 W und bis 4.000 W.

Warum die Lautstärke nicht einfließt

Die Lautstärke wäre ein naheliegendes Kriterium – wir lassen sie trotzdem weg, und der Grund ist ungewöhnlicher als bei anderen Gerätegruppen: Die Werte sind zwar fast überall angegeben, aber zwischen den Marken nicht vergleichbar, weil sie verschiedene Dinge messen.

MarkeWas angegeben wirdFolge
GüdeSchallleistung LWAGesamt abgestrahlte Leistung, keine Lautstärke an einem Ort – liegt systematisch rund 20 dB über einem Schalldruckwert.
Könner & SöhnenSchalldruck auf 7 mOrtsbezogen und nachvollziehbar, aber nur mit gleichem Abstand vergleichbar.
maXpeedingrodsSchalldruck auf 7 m, teils bei 25 % LastZusätzlich vom Lastzustand abhängig.
Scheppach, EinhellSchalldruck ohne AbstandsangabeOhne Abstand ist ein Schalldruckwert nicht einzuordnen.

Würden wir daraus eine Rangliste bilden, wäre es eine Rangliste der Messverfahren, nicht der Geräte. Deshalb ist die Lautstärke bei uns keine Vergleichsspalte: Sie ist nicht sortierbar, sie geht nicht in die Wertung ein, und sie wird nie ohne das Messverfahren daneben angezeigt.

Ein Sonderfall verdient eine eigene Erwähnung: Beim Scheppach SG3400i widersprechen sich drei Werte aus demselben Haus – 61 dB im Amazon-Titel, 65,5 dB im Titel des Scheppach-Shops und 73,37 dB Lp(A) im Datenblatt desselben Shops. Wir zeigen den Datenblattwert und schreiben den Widerspruch auf der Gerätekarte offen dazu.

Wie der Testsieger bestimmt wird

Der Testsieger ist bei uns kein redaktioneller Freibrief. Wir vergeben keine Zuschläge, um ein Wunschergebnis herbeizuführen – eine Rangfolge, die der eigenen Datentabelle widerspricht, wäre wertlos.

Für diesen Vergleich ist noch kein Testsieger benannt. Solange die Wertungsformel nicht endgültig festgelegt ist, wäre jede Empfehlung vorschnell. Die Gerätekarte oben auf der Startseite zeigt deshalb vorerst das Gerät mit der höchsten Punktzahl und ist auch genau so beschriftet.

Ein Hinweis, der unabhängig davon gilt: Eine höhere Wattzahl ist nicht automatisch besser. Ein 3.200-Watt-Aggregat für einen Kühlschrank und etwas Licht ist überdimensioniert, schwerer und durstiger. Die Gesamtwertung sagt, welches Gerät technisch am meisten bietet – welche Klasse zu dir passt, entscheidet dein Bedarf.

Datenqualität: was uns bei der Erhebung begegnet ist

Wir übernehmen keine Leistungswerte aus Produkttiteln und keine aus Werbetexten. Unsere Quellenrangfolge ist:

  1. Betriebsanleitung des Herstellers
  2. Herstellerseite oder Hersteller-Shop
  3. Datenblatt eines Fachhändlers, das das Herstellerdatenblatt zitiert
  4. Fließtext auf der Verkaufsseite – nur, wenn nichts anderes auffindbar ist

Die Attributtabelle der Verkaufsplattform haben wir für Leistungswerte grundsätzlich nicht verwendet. Dass das nötig ist, hat diese Erhebung deutlich gezeigt. Drei Beispiele:

  • Beim Scheppach SG3400i stand als Ausgangsleistung 800 Watt und als Stromstärke 3.400 Ampere. Beides ist offensichtlicher Unsinn; das Herstellerdatenblatt nennt 2.800 W dauerhaft und 3.400 W Spitze.
  • Beim Scheppach SG3500i nannte dieselbe Tabelle eine maximale Motorleistung von 2.100 Watt – bei einem Gerät, dessen Betriebsanleitung 3.000 W Dauerleistung ausweist.
  • Beim Könner & Söhnen KS 1900i S stand eine Start-Wattzahl von 2,5 Kilowatt, die auf der Herstellerseite nirgends auftaucht. Wir haben sie verworfen.

Auch die Wortwahl der Hersteller ist nicht einheitlich: Güde bezeichnet den Höchstwert als „Nennleistung“ und den Dauerwert als „Dauerleistung“ – also genau umgekehrt zu Scheppach und Einhell. Wir haben nach Bedeutung zugeordnet, nicht nach Wortlaut.

Ein Gerät haben wir aus Gründen der Datenqualität ganz weggelassen: Bei einem 3.800-Watt-Inverter war die Dauerleistung nur über den Fließtext der Verkaufsseite belegt, und der Hersteller führt das Modell auf seiner eigenen Seite gar nicht. Wenn der Kernwert eines Vergleichs nicht belastbar ist, gehört das Gerät nicht in den Vergleich.

Jeder dieser Widersprüche ist bei uns mit Gerät, Fundstelle, Quelle und Entscheidung dokumentiert, zusammen mit dem Erhebungsdatum.

Fehlende Werte zeigen wir als Strich

Wenn ein Wert nicht belegt ist, steht dort ein „–“. Wir setzen keinen Schätzwert ein, keinen Klassendurchschnitt und keinen „üblichen Richtwert“. Eine geschätzte Zahl sieht in einer Tabelle exakt so aus wie eine gemessene – und genau das macht sie gefährlich.

Das trifft hier vor allem die Laufzeit. Eine Stundenangabe ohne die zugehörige Last ist keine Laufzeit, sondern eine Werbezahl. „15 L Tank für 12 h Betrieb“ ohne Lastangabe haben wir deshalb nicht übernommen, obwohl der Hersteller genau so wirbt.

Für die Wertung heißt das: Fällt bei einem Gerät ein Merkmal aus, entfällt dieses Merkmal für dieses Gerät, und die übrigen werden entsprechend höher gewichtet. Es wird weder ein Nullwert eingesetzt noch ein Platzhalter erfunden.

Was wir nicht tun

Wir betreiben kein eigenes Testlabor. Unsere Wertung entsteht aus geprüften Herstellerangaben und aus dem, was Käufer in ihren Bewertungen hinterlassen haben – nicht aus einer eigenen Messreihe. Das sagen wir offen, weil der Unterschied für dich relevant ist: Wir können belegen, was ein Hersteller angibt und wie sich ein Gerät über viele Haushalte hinweg bewährt hat. Wir können nicht belegen, wie lange ein Aggregat mit deiner konkreten Last tatsächlich durchhält.

Preise und Verfügbarkeit sind Momentaufnahmen vom Erhebungstag und ändern sich laufend. Prüfe beides vor dem Kauf auf der Produktseite.

Unabhängigkeit

Diese Seite finanziert sich über Affiliate-Links. Kaufst du über einen unserer Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis exakt gleich. Auf die Reihenfolge hat das keinen Einfluss: Die Wertung entsteht aus der oben beschriebenen Formel, und die kennt weder Provisionshöhen noch Hersteller. Wir verdienen daran, dass du das passende Gerät findest, nicht daran, dass wir ein bestimmtes nach vorne schieben.

Zurück zum Vergleich

Alle Geräte mit ihren belegten Werten – und einem Strich überall dort, wo eine Angabe fehlt.

Zum Stromerzeuger-Vergleich →

Was die einzelnen Werte im Alltag bedeuten, erklären wir in der Kaufberatung.

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